Kontrollieren Sie die Übergabepunkte – nicht nur den Sollwert.
Kulturen unterscheiden sich hinsichtlich Kälteempfindlichkeit, Feuchtigkeit, Belüftung und Ethylenanforderungen. Halten Sie ein abgestimmtes Protokoll für die konkrete Ware, den Reifegrad, die Verpackung und den Transportweg fest.
1. Produktprotokoll vereinbaren
Dokumentieren Sie Sollzustand, zulässigen Bereich, Vorkühlmethode, Feuchtigkeits- oder Belüftungsbedarf, Ethylenverträglichkeit und Eskalationsgrenzen für die konkrete Partie.
2. Ernte und Exposition auf dem Feld kontrollieren
Koordinieren Sie Erntezeitpunkt, Beschattung, Handhabung und Übergabe an den Packbetrieb. Vermeiden Sie unnötige Verzögerungen, Druckbelastung, Stöße und Hitzeeinwirkung.
3. Vorkühlen, wenn die Kultur es erfordert
Führen Sie die Feldwärme mit einer für Ware und Verpackung geeigneten Methode ab. Prüfen Sie die Kerntemperatur des Produkts, statt sich nur auf Raum- oder Lufttemperatur zu verlassen.
4. Produkt und Verpackung prüfen
Prüfen Sie Zustand, Sauberkeit, Verpackungsfestigkeit, Belüftungsöffnungen, Etiketten, Loscodes und Palettenstabilität, bevor die Sendung zur Beladung freigegeben wird.
5. Transportmittel vor Fahrtantritt prüfen
Bestätigen Sie vor der Beladung Sauberkeit, Geruch, Entwässerung, Isolierung, Funktion der Kühlanlage, Sensoren, Kalibrierungsstatus und die vereinbarten Sollwerte.
6. Luftstrom während der Beladung schützen
Laden Sie vorkonditionierte Ware zügig, halten Sie Luftkanäle frei, blockieren Sie keine Rückluftwege und minimieren Sie die Zeit mit geöffneten Türen.
7. Transport überwachen
Platzieren Sie die vereinbarten Datenlogger so, dass sie aussagekräftige Nachweise liefern, erfassen Sie Plomben- und Gerätenummern und legen Sie fest, wer Warnmeldungen während des Transports prüft.
8. Bei Ankunft prüfen und abschließen
Dokumentieren Sie Zustand der Plombe, Loggerdaten, Kerntemperatur, Verpackung und Produktzustand. Fotografieren Sie Abweichungen und befolgen Sie das vereinbarte Reklamations- und Korrekturverfahren.
Übernehmen Sie niemals den Sollwert einer anderen Ware. Die endgültigen Transporteinstellungen müssen aus dem vereinbarten Produktprotokoll sowie von den verantwortlichen logistischen und technischen Stellen stammen.

